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aktuelles Amtsblatt Ausgabe Nr. 4/2012 vom 16.05.2012

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Gut Hirschfelde

Gut Hirschfelde

Die Geschichte Hirschfeldes lässt sich bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts zurück verfolgen. Zwischen 1268 und 1280 ist Hersvelde, wie es damals hieß, von den askanischen Markgrafen Otto und Albrecht an die Zinnaer Zisterzienser Mönche überwiesen worden, die 1413 einen Hof von 8 Hufen an die Gebrüder Otto und Henning von Löwenberg veräußerten – der Anfang des Rittergutes Hirschfelde. Schon vor 1450 kam Hirschfelde an die Familie von Krummensee und deren Nachfolger die von Roebel. Durch Auskauf der Bauern verstanden es diese, in einem Zeitraum von 29 Jahren ein Rittergut in der Größe von 38 ½ Hufen zu schaffen, d. h. also mehr als die Hälfte des gesamten Bauernackers zu einem Gut zusammenzuschließen.

Hirschfelde hat, wie fast alle Barnimsiedlungen, ungeheuerlich unter den Wirren des 30jährigen Krieges gelitten. Noch 1678 heißt es im Revisionsprotokoll, dass die Bauerhöfe alle wüste seien. „Ritter- und Bauernland nicht mehr zu unterscheiden!“ 1697 erhielt Oberstleutnant Hch. Jordan von Wutenow „den wüsten Weyerhof zu Hirschfelde mit 11 Ritterhufen, den Krug mit 4 Hufen, zwei Kossätenhöfen mit dazu gehörigem Land, die Schönfeld’sche Geldpflege und dann ein Schock aus des von Pfuels Gütern zu Hirschfelde“. Wieder erschein für kurze Zeit ein Roebel, dann C. Hsh. Von Stechow, F. W. von Kraut und 1753 hören wir, dass der Minister Friedrich von Bismarck Besitzer von Hirschfelde ist. Im Erbgang kam es an den Landrat, späteren Landesdirektor von Kröcher. Von ihm kaufte es Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts der Gutsbesitzer P. Schmidt. – Otto Hch. Paul Schmidt von Hirschfelde auf Hirschfelde (Adelsdiplom Schloss Babelsberg, den 7. Juli 1859) hat sein großes Vermögen ganz in das Gut gesteckt und Hirschfelde vielfach verbessert, namentlich „durch Umwandlung baufälliger Gebäude in massive, durch Errichtung von massiven Neubauten, durch Vermehrung und Verbesserung des toten und lebenden Inventars, durch Urbarmachung von mehreren hundert Morgen Waldland in Kulturackerland und durch nachhaltige Meliorationen des übrigen Ackers“. Ihm ist auch der Aus- und Umbau des kleinen übernommenen Herrenhauses zu verdanken, das unser hübsches Bild zeigt, eine Ansicht, wie es im Jahre 1857 aussah. Die neuzeitliche Ausgestaltung des Edelsitzes geschah durch den Geheimen Kommerzienrat Arnhold, der Hirschfelde von den Schmidt’schen Erben übernahm. Der Flächeninhalt des Gutes beträgt 1059,9 Hektar, worunter sich 456 Hektar Forst befinden.


Oberbarnimer Kreiskalender 1925 – Kreisarchiv Barnim

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