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aktuelles Amtsblatt Ausgabe Nr. 5/2013 vom 15.05.2013

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Schönfeld

Blick zum Dorfteich in Schönfeld


Zur älteren Geschichte von Schönfeld

"to, up dem Schönenvelde"=Siedlung

"zum, auf dem schönen Feld"

1315 Johannes de Sconevelde

1335 in Sconenvelde

1375 Schonenveld - Schonenfelt - Schonevelt

1450 Schonfelt

1472 Hagen Schonefeldt

1541 Schonfeldt

1608 Hohenschönefelde

1775 Schönefeld

1861 Schönfeld

Das Gebiet zwischen Oder und Elbe wurde in frühgeschichtlicher Zeit ungefähr 450 v. Chr. Von germanischen Stämmen besiedelt. Während der Völkerwanderungen wurde das Gebiet von Slawen bewohnt, vor allem die Stämme der Wilzen, Obotriten, Heveller und Sorboen, später Obotriten, Lutizen und Heveller. Diese lagerten hier bis der erste deutsche König Heinrich I. im Winter 928/29 n. Chr. das Gebiet beschlagnahmte und die Bistümer Brandenburgs und Havelberg errichtete. Allerdings wurde das Land 983 n. Chr. von den Slaven zurückerobert, und Brandenburg wurde wieder Brennabor, das Zentrum der Slawischen Stämme.

Im Jahre 1157 gelang es den Askaniern Albrecht nach einigen erfolglosen Expansionsversuchen, Brennabor zu erobern und sich zu Markgrafen zu benennen. In dieser fast zwei Jahrhunderte währenden Herrschaft (das Geschlecht der Askanier starb 1320 aus) entstanden viele Städte und Dörfer. Die meisten größeren Orte der Mark Brandenburg, wie z. B. Angermünde, Eberswalde, Frankfurt, Prenzlau und Berlin wurden gegründet. Das geistliche Leben erhielt neue Impulse durch den Zuzug des Zisterzienserordens, dessen Hauptsitz die Klöster Chorin; Lehnin und Zinna waren.

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte bereits 1315 unter Johannes de Sconevelde (nach Historischem Ortslexikon Brandenburg von Böhlhausen). Urkundlich zum ersten Mal wird Schönfeld jedoch erst in Verbindung mit dem Kloster Chorin erwähnt, und zwar in der von dem Bischof Ludwig von Brandenburg unter 10. Januar 1335 ausgestellten lateinischen Urkunde, durch die er die Klosterbrüder der Zehnthebung in allen Besitzungen des Klosters versichert. Unter diesen Besitzungen befinden sich 6 Hufen (Gehöft mit 30 – 60 Morgen) in Sconenvelde. Die Besiedlung von Schönfeld dürfte jedoch schon früher erfolgt sein, nach der Eroberung des Slawenlandes im 12. Jahrhundert, als viele Bauern aus dem Rheingebiet, aus Franken, Thüringen und Sachsen in diesen Raum siedelten.

Nach mehrfachen Besitzerwechsel im Laufe der Jahrhunderte, lagen in Schönfeld nach dem 30jährigen Krieg 1634 62 Hufe wüst. 1762 und 1814 wurde das Dorf Opfer von Feuersbrünsten. Der Form nach, handelt es sich um ein typisches Angerdorf mit großen, zum Teil erhaltenen Hofanlagen aus dem 19./20. Jahrhundert. Die in der Mitte des Ortes gelegene, noch mit dem ursprünglichen Begräbnisplatz umgebene Kirche ist ein .Granitquaderbau mit gleichmäßig durchgeführten Steinlagen. Bei der Schönfelder Kirche handelt es sich um eine typische Wehrkirche. Im 18. Jahrhundert wurden an der Kirche mehrere Veränderungen vorgenommen. Der spätromantische Stil der Kirche blieb jedoch erhalten.

Schönfeld hat eine lange und interessante historische Entwicklung aufzuweisen. Zur Sedes Bernau gehörig - war Schönfeld seit den frühen Zeiten eine Tochterkirche von Beiersdorf und wurde, wie 1375 auch das Landbuch mitteilt, mit vier Pfarr- und einer Kirchhufe ausgestattet. Drei große Feuersbrünste sind in der Chronik des Ortes festgehalten. So am 10. Juni 1762 durch einen Blitzeinschlag, dem ein Gehöft, die Kirchenscheune, die Wohnungen des Schulmeisters und des Ochsenhirten und ein kleines Haus zum Opfer fielen, sowie am 23. Mai 1814 durch ein Feuer, das durch die Unvorsicht eines Dienstjungen entfacht wurde. Infolge starken Windes brannten 13 Bauernhäuser mit Scheunen und Ställen, ein Büdnerhaus und das Haus des Schäfers nieder. 1823 wurden abermals durch einen Brand drei Bauernhöfe zerstört.

In der Zeit nach 1945 wurden entlang der Ausfallstraßen neue Grundstücke parzelliert und mit neuen Wohnungen bebaut. Die vorrangigste Aufgabe nach dem 2. Weltkrieg bestand darin, die gesamte Bevölkerung zu ernähren. Um das zu erreichen, bildeten sich Ansätze gegenseitiger Hilfe durch gemeinsame Nutzung der vorhandenen Technik und Zugkräfte. Die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe, die 1946 gegründet wurde, leistete hierbei erste Arbeit. So konnte das Leistungsniveau in der Landwirtschaft das des Jahres 1936 erreichen.
Die am längsten im Ort ansässigen Familien sind: Familie Klockow, seit 1620, Familie Giese und Wittstock, seit 1652. Darüber hinaus sind auch die Namen der Bauern Dame und Paenecke in den Unterlagen für eine jährliche Geldrente zu finden.
Der Ort umfasst heute eine Gesamtfläche von ca. 2000 ha und zählt etwa 320 Einwohner. Aus der ehemaligen Schule wurde ein Gemeindezentrum; darüber hinaus gibt es eine Freiwillige Feierwehr, den Sportverein „Eintracht“, einen Gymnastikclub, sowie einen Anglerverein, der sich insbesondere um die Pflege des Dorfteiches bemüht.


Eberhard Bree
Ortsbürgermeister

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