14. Stiftungsfest
Aus der Historie Ortsteil Schönfeld
Abschrift Aus einer Zeitschrift des Oberbarnim
Schönfeld: Am Sonntag, 06.Juli, findet hierselbst das 14. Stiftungsfest der freiwilligen Feuerwehr Schönfeld statt, wozu mehrere Wehren der Umgebung eingeladen worden sind, so Willmersdorf, Werneuchen, Freudenberg, Heckelberg und Biesenthal. Vormittags 10.00 Uhr finden die Übungen statt, dann Ummarsch durch das Dorf zu dem Festplatz wo zur Unterhaltung der Gäste und Einwohner durch Konzert, Verlosung, Tanz usw. gesorgt ist. Hoffentlich wird das Fest von gutem Wetter begünstigt. Das Feuerwehrlöschmanöver fand im Sommer 1924 statt. Die Gehöfte waren die von August Neumann bis Julius Wegener.
Abschrift:
Schönfeld. Am letzten Sonntag fand in unserem Dorf vormittags ein Feuerlöschmanöver statt, dass unser erster Brandmeister der hiesige Schmiedemeister, W. Schirmer leitete. Nach dem von Ihm aufgestellten Plan – eine Scheune im Dorf brenne – ziehe eine zweite mit Stroh gedeckte in Mitleidenschaft und bringe auch die drei dazwischen liegenden Gehöfte in Gefahr – alarmierte er die hiesige Feuerwehr und benachrichtigte auch die der umliegenden Dörfer, dazu die Sanitätskolonne aus Biesenthal. Der hiesigen Feuerwehr, die in wenigen Minuten am Brandherd war, gab er den Auftrag das Feuer zu löschen. Hierbei musste auch die Werneuchener Wehr helfen, die bald darauf eintraf. Inzwischen erschien auch die erwähnte Sanitätskolonne. Als angenommener Weise das Feuer die zweite Scheune in Brand setzte, musste die hiesige Wehr den Brand bekämpfen, während die Werneuchener auf der ersten Stelle blieb. Die Freudenberger, Willmersdorfer und Heckelberger Wehren, die in der genannten Reihenfolge nacheinander eintrafen, hatten die auf den zwischen den Scheunen liegenden Wirtschaften ausdehnenden Bränden zu löschen. Während des Manövers erhielten auch die Sanitäter verschiedenen Aufgaben. Sie zeigten an angeblich verletzten Feuerwehrleuten, wie Verletzten, Erstickten und solchen mit gebrochenen Gliedmaßen im Falle eines Unglücks, beim Löschen eines Brandes zu helfen ist. Alle Gäste waren, auch die Biesenthaler Wehr und die von Rudolfshöhe erschienen, die die Absperrung der angenommenen Brandstellen übernahm. Nach der Übung marschierten die Wehren mit ihren Fahrzeugen geschlossen vor das Gasthaus „Zum Stern“, stellten sich hier in Paradestellung auf und begaben sich darauf in Marschordnung auf den Platz der Friedenseiche. In der hier stattfindenden Besprechung der Übung, wies der Kreisverbandsvorsitzende, Herr Oberbrandmeister Tesch aus Wrietzen, auf die Bedeutung der kleinen Dorfwehr hin, lobte das sichere Vorgehen aller Wehren, auch die Leistungen der noch jungen Sanitäterkolonne. Ganz besonders rühmte er den bewährten Führer der hiesigen Wehr, wegen seines gut durchdachten Planes und der glänzenden Durchführung derselben. Nach der Besprechung lud Herr Tesch, im Namen des hiesigen Gemeindevorstandes, die an der Übung Beteiligten zu einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof ein, wo sie ihren „Brand“ löschen sollten. Nachmittags 2.00 Uhr marschierten die Beteiligten mit der Musik an der Spitze durchs Dorf zu dem Festplatze, auf dem im Schatten der Bäume, Tische, Bänke und Stühle standen. Tanzlustige schwangen hier die Beine auf einem offenen Tanzboden und Durstige leerten die Fässer. Junge Damen verteilten Lose für Gegenstände, die von der hiesigen Wehr und einigen Einwohnern gestiftet waren. Der hiesige Gesangsverein trug vier Lieder vor. Ein Ball, der bis zum frühen Morgen dauerte, beschloss im Saale des Gastwirts Behnicke das Fest, dass zugleich das 14. Stiftungsfest der hiesigen Wehr war.
E. Bree
Ortsbürgermeister
Abschrift Aus einer Zeitschrift des Oberbarnim
Schönfeld: Am Sonntag, 06.Juli, findet hierselbst das 14. Stiftungsfest der freiwilligen Feuerwehr Schönfeld statt, wozu mehrere Wehren der Umgebung eingeladen worden sind, so Willmersdorf, Werneuchen, Freudenberg, Heckelberg und Biesenthal. Vormittags 10.00 Uhr finden die Übungen statt, dann Ummarsch durch das Dorf zu dem Festplatz wo zur Unterhaltung der Gäste und Einwohner durch Konzert, Verlosung, Tanz usw. gesorgt ist. Hoffentlich wird das Fest von gutem Wetter begünstigt. Das Feuerwehrlöschmanöver fand im Sommer 1924 statt. Die Gehöfte waren die von August Neumann bis Julius Wegener.
Abschrift:
Schönfeld. Am letzten Sonntag fand in unserem Dorf vormittags ein Feuerlöschmanöver statt, dass unser erster Brandmeister der hiesige Schmiedemeister, W. Schirmer leitete. Nach dem von Ihm aufgestellten Plan – eine Scheune im Dorf brenne – ziehe eine zweite mit Stroh gedeckte in Mitleidenschaft und bringe auch die drei dazwischen liegenden Gehöfte in Gefahr – alarmierte er die hiesige Feuerwehr und benachrichtigte auch die der umliegenden Dörfer, dazu die Sanitätskolonne aus Biesenthal. Der hiesigen Feuerwehr, die in wenigen Minuten am Brandherd war, gab er den Auftrag das Feuer zu löschen. Hierbei musste auch die Werneuchener Wehr helfen, die bald darauf eintraf. Inzwischen erschien auch die erwähnte Sanitätskolonne. Als angenommener Weise das Feuer die zweite Scheune in Brand setzte, musste die hiesige Wehr den Brand bekämpfen, während die Werneuchener auf der ersten Stelle blieb. Die Freudenberger, Willmersdorfer und Heckelberger Wehren, die in der genannten Reihenfolge nacheinander eintrafen, hatten die auf den zwischen den Scheunen liegenden Wirtschaften ausdehnenden Bränden zu löschen. Während des Manövers erhielten auch die Sanitäter verschiedenen Aufgaben. Sie zeigten an angeblich verletzten Feuerwehrleuten, wie Verletzten, Erstickten und solchen mit gebrochenen Gliedmaßen im Falle eines Unglücks, beim Löschen eines Brandes zu helfen ist. Alle Gäste waren, auch die Biesenthaler Wehr und die von Rudolfshöhe erschienen, die die Absperrung der angenommenen Brandstellen übernahm. Nach der Übung marschierten die Wehren mit ihren Fahrzeugen geschlossen vor das Gasthaus „Zum Stern“, stellten sich hier in Paradestellung auf und begaben sich darauf in Marschordnung auf den Platz der Friedenseiche. In der hier stattfindenden Besprechung der Übung, wies der Kreisverbandsvorsitzende, Herr Oberbrandmeister Tesch aus Wrietzen, auf die Bedeutung der kleinen Dorfwehr hin, lobte das sichere Vorgehen aller Wehren, auch die Leistungen der noch jungen Sanitäterkolonne. Ganz besonders rühmte er den bewährten Führer der hiesigen Wehr, wegen seines gut durchdachten Planes und der glänzenden Durchführung derselben. Nach der Besprechung lud Herr Tesch, im Namen des hiesigen Gemeindevorstandes, die an der Übung Beteiligten zu einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof ein, wo sie ihren „Brand“ löschen sollten. Nachmittags 2.00 Uhr marschierten die Beteiligten mit der Musik an der Spitze durchs Dorf zu dem Festplatze, auf dem im Schatten der Bäume, Tische, Bänke und Stühle standen. Tanzlustige schwangen hier die Beine auf einem offenen Tanzboden und Durstige leerten die Fässer. Junge Damen verteilten Lose für Gegenstände, die von der hiesigen Wehr und einigen Einwohnern gestiftet waren. Der hiesige Gesangsverein trug vier Lieder vor. Ein Ball, der bis zum frühen Morgen dauerte, beschloss im Saale des Gastwirts Behnicke das Fest, dass zugleich das 14. Stiftungsfest der hiesigen Wehr war.
E. Bree
Ortsbürgermeister




