Weesow
Weesow wird urkundlich zum ersten Mal im Jahre 1339 erwähnt unter dem Namen "to der Wese" (niederdeutsch "Zur Wiese" oder altslawisch "Zelt"). Wer nach Weesow kommt, sieht das Dorf heute noch "in den Wiesen" liegen, sodass die erste Deutung wahrscheinlich erscheint.
Die Kirche wurde aus Feldsteinen um 1250 erbaut. Im Landbuch Karls VI. heißt das Dorf späterhin "Wese", dann "Weese", "Wehsow", auch "Werso", bis sich die heutige Schreibweise durchsetzte.
Als Besitzer werden verzeichnet die Herrschaft Rüthnik, der Bernauer Betkin Botel, Köpke von Woltersdorf und weitere Pacht- und Zinsempfänger, darunter die Benediktiner-Nonnen von Spandau, deren Anrecht auf Hufezins erst 1852 abgelöst wurde.
Im 15. Jahrhundert werden als Besitzer die von Arnims genannt, die sich auch im Dorf niederließen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden große Teile des Dorfes zerstört. Ende des 17. Jahrhunderts ging Weesow in den Besitz von Lucius Rhadens über, der den Wiederaufbau betrieben hatte. Weitere Besitzer waren die Militärs von Goetze, von Marwitz und von Bessel. 1735 kaufte Kronprinz Friedrich (der nachmalige König Friedrich der II.) für 52000 Taler Löhme, Weesow und Willmersdorf und gliederte es der Domäne Löhme an. Weesow gehörte bis 1872 zur Domäne.
Angaben über Einwohnerzahlen gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. So ist nur bekannt, dass beispielsweise im Jahr 1624 in Weesow 17 Hufebauern lebten. Der Dreißigjährige Krieg ließ die Einwohner auf 3 Bauern und 4 Knechte schrumpfen (1652). Im Jahre 1734 gab es wieder 103 Weesower. Die höchste Einwohnerzahl erreichte das Dorf 1964 mit 381 Bürgern. In den letzten Jahren waren in unserem Ort durchschnittlich 220 Einwohner ansässig.
Weesow ist ein Angerdorf und bestand aus Lehmfachwerkgebäuden mit Stroh- oder Rohreindeckung. 1857 vernichtete ein Großfeuer die meisten Häuser. Die danach erbauten Häuser säumen noch heute die Dorfstraße. Nach dem 2. Weltkrieg kam in Dorfnähe die so genannte "Neubauernsiedlung" dazu. In den letzten Jahren wurden noch einige Einfamilienhäuser gebaut, die die Lücken geschlossen und das Dorf harmonisch abgerundet haben.
Weesow wurde und wird durch die Landwirtschaft geprägt, aber auch Handwerksbetriebe und andere kleine Gewerbe haben den Weg ins Dorf gefunden. Besonderen Reiz hat Weesow für diejenigen, die das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde suchen. Hier werden sie sofort fündig. Wer sich lieber auf seinen Füßen fortbewegt, kann lange Spaziergänge machen. Am westlichen Dorfrand erstreckt sich das Naturschutzgebiet "Weesower Luch". Wer bereit ist, die Natur zu achten, wird hieran bestimmt seine Freude haben.
Wie jeder Ortsteil hat auch Weesow eine Freiwillige Feuerwehr. Alle Einwohner hoffen dass die Aktivitäten auf solche Gelegenheiten, wie Osterfeuer, Sonnenwendfeuer oder ähnliches beschränkt bleiben und die Kameraden von Einsätzen, bei denen Leben sowie Hab und Gut zu retten sind, verschont bleiben.
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde durch die Besatzungsmacht in Weesow ein NKWD-Lager eingerichtet, in dem in 6 Monaten etwa 800-1200 Menschen ihr Leben verloren. Der kleine Ort erlangte damit eine traurige Berühmtheit. Im September 1945 erfolgte die Verlegung der Gefangenen in das ehemalige KZ Sachsenhausen.
Jahrzehntelang totgeschwiegen, konnte am 18. Oktober 1992 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Zusammenwirken mit der Landesregierung, dem Sachsenhausenkommitee sowie den Angehörigen der Opfer eine würdige Gedenkstätte eingeweiht werden. Sie ist ausgeschildert und befindet sich in der Nähe des Betonturmes, bei dem es sich nicht, wie oft fälschlich angenommen, um einen "Flakturm" handelt. Dieser Turm wurde vor dem 2. Weltkrieg im Zusammenhang mit dem Flugplatz Werneuchen errichtet und diente der Radarüberwachung. Heute ist er in Privatbesitz.
Die Kirche wurde aus Feldsteinen um 1250 erbaut. Im Landbuch Karls VI. heißt das Dorf späterhin "Wese", dann "Weese", "Wehsow", auch "Werso", bis sich die heutige Schreibweise durchsetzte.
Als Besitzer werden verzeichnet die Herrschaft Rüthnik, der Bernauer Betkin Botel, Köpke von Woltersdorf und weitere Pacht- und Zinsempfänger, darunter die Benediktiner-Nonnen von Spandau, deren Anrecht auf Hufezins erst 1852 abgelöst wurde.
Im 15. Jahrhundert werden als Besitzer die von Arnims genannt, die sich auch im Dorf niederließen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden große Teile des Dorfes zerstört. Ende des 17. Jahrhunderts ging Weesow in den Besitz von Lucius Rhadens über, der den Wiederaufbau betrieben hatte. Weitere Besitzer waren die Militärs von Goetze, von Marwitz und von Bessel. 1735 kaufte Kronprinz Friedrich (der nachmalige König Friedrich der II.) für 52000 Taler Löhme, Weesow und Willmersdorf und gliederte es der Domäne Löhme an. Weesow gehörte bis 1872 zur Domäne.
Angaben über Einwohnerzahlen gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. So ist nur bekannt, dass beispielsweise im Jahr 1624 in Weesow 17 Hufebauern lebten. Der Dreißigjährige Krieg ließ die Einwohner auf 3 Bauern und 4 Knechte schrumpfen (1652). Im Jahre 1734 gab es wieder 103 Weesower. Die höchste Einwohnerzahl erreichte das Dorf 1964 mit 381 Bürgern. In den letzten Jahren waren in unserem Ort durchschnittlich 220 Einwohner ansässig.
Weesow ist ein Angerdorf und bestand aus Lehmfachwerkgebäuden mit Stroh- oder Rohreindeckung. 1857 vernichtete ein Großfeuer die meisten Häuser. Die danach erbauten Häuser säumen noch heute die Dorfstraße. Nach dem 2. Weltkrieg kam in Dorfnähe die so genannte "Neubauernsiedlung" dazu. In den letzten Jahren wurden noch einige Einfamilienhäuser gebaut, die die Lücken geschlossen und das Dorf harmonisch abgerundet haben.
Weesow wurde und wird durch die Landwirtschaft geprägt, aber auch Handwerksbetriebe und andere kleine Gewerbe haben den Weg ins Dorf gefunden. Besonderen Reiz hat Weesow für diejenigen, die das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde suchen. Hier werden sie sofort fündig. Wer sich lieber auf seinen Füßen fortbewegt, kann lange Spaziergänge machen. Am westlichen Dorfrand erstreckt sich das Naturschutzgebiet "Weesower Luch". Wer bereit ist, die Natur zu achten, wird hieran bestimmt seine Freude haben.
Wie jeder Ortsteil hat auch Weesow eine Freiwillige Feuerwehr. Alle Einwohner hoffen dass die Aktivitäten auf solche Gelegenheiten, wie Osterfeuer, Sonnenwendfeuer oder ähnliches beschränkt bleiben und die Kameraden von Einsätzen, bei denen Leben sowie Hab und Gut zu retten sind, verschont bleiben.
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde durch die Besatzungsmacht in Weesow ein NKWD-Lager eingerichtet, in dem in 6 Monaten etwa 800-1200 Menschen ihr Leben verloren. Der kleine Ort erlangte damit eine traurige Berühmtheit. Im September 1945 erfolgte die Verlegung der Gefangenen in das ehemalige KZ Sachsenhausen.
Jahrzehntelang totgeschwiegen, konnte am 18. Oktober 1992 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Zusammenwirken mit der Landesregierung, dem Sachsenhausenkommitee sowie den Angehörigen der Opfer eine würdige Gedenkstätte eingeweiht werden. Sie ist ausgeschildert und befindet sich in der Nähe des Betonturmes, bei dem es sich nicht, wie oft fälschlich angenommen, um einen "Flakturm" handelt. Dieser Turm wurde vor dem 2. Weltkrieg im Zusammenhang mit dem Flugplatz Werneuchen errichtet und diente der Radarüberwachung. Heute ist er in Privatbesitz.



