Ein Blick zurück
Und dann mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts
Der nachstehende Text wurde anlässlich des 10. Jahrestages der DDR in der Dorfzeitung „Neues Leben“ der MTS (Maschinen- und Traktorenstation) Mao Tse- Tung Werneuchen im Oktober 1959 veröffentlicht. Überarbeitung durch Burkhard Horn
(In den letzten vier Jahrgängen unserer Dorfzeitung geblättert und für unsere Genossenschaftsbauern notiert.)
10 Jahre besteht unsere Republik. Kein Alter, aber doch eine Zeit voll reicher Erfahrungen, eine Zeit des großen Aufbaus. 1945 erzählte der damalige Einzelbauer W. Z. aus Krummensee, dass er sein Land aus den Händen der Arbeiter erhielt. Er begann 1946 mit einer Kuh und hatte neun Jahre später drei Milchkühe, eine tragende Färse, zwei Kälber, zwei Schafe und 15 Schweine.
Heute ist W. Z. Genossenschaftsbauer und war während des Komplexeinsatzes einer der besten Vertreter der LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft).
Im Oktober desselben Jahres konnten wir berichten, dass H. P. seine Mähdruschleistung mit 115 Prozent erfüllte.
Jeder wird sich gewiss erinnern, dass im vergangenen Jahr das 300-t-Handelsschiff, welches mit Unterstützung der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ gebaut wurde, vom Stapel lief. Wer erinnert sich noch daran, mit welchem Elan die Jungen Pioniere ihren Auftrag erfüllten? Die Pioniere der Werneuchener Schule sammelten damals fünf Zentner Schrott, große Mengen Papier, lieferten Knochen und Lumpen ab und spendeten das Geld für ihr Handelsschiff.
Das konnten wir 1955 in unserer Dorfzeitung berichten. Man soll auch heute daran denken.
„Unsere LPG im Jahre 1960“ überschrieb der Kollege M. N. von der LPG „Zukunft“ in Schönfeld einen, im Juni 1956 veröffentlichten Artikel. Er schilderte, wie seine Genossenschaft in vier Jahren aussehen soll und erklärte, dass dann 400 Rinder und 1000 Schweine im Stall sein werden. Heute hat die Genossenschaft 510 Rinder und 1001 Schwein.
Wer jetzt noch an einer Perspektive zweifelt, sollte in unseren Genossenschaftsbauern die besten Lehrer sehen.
Wir schrieben im Oktober 1956, dass nach der Aufhebung der Rationierung künftig mehr Fleisch und Butter gegessen und für die Mehrproduktion auch weiterhin höhere Preise gezahlt werden.
Dann kam der „fliegende Traktor“ L 60 nach Schönfeld. Er flog in 5 m Höhe mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometer über die Felder der LPG Schönfeld und düngte in 8 Minuten eine Fläche von 1,5 ha.
Am 23. Juni 1957 wurden die Kandidaten für die Gemeindevertretung gewählt. Die Kollegen der Station überboten ihren Halbjahresplan zu Ehren dieser Wahl um 500 ha und wir schrieben: „dass damit ein neuer Aufschwung in unserer Republik erzielt wird“.
In der Zwischenzeit tagte der V. Parteitag der SED und jeder kennt unsere große Zukunft. Wir behielten Recht.
Wenige Wochen später besuchte der vietnamesische Staatspräsident Ho Chi Minh unsere Station und die LPG Tempelfelde. Er unterhielt sich mit uns, und wir konnten seine Worte:
„In Vietnam tragen die Bäuerinnen noch keine Perlonstrümpfe, aber sie sind tapfer und fleißig und werden in wenigen Jahren den Wohlstand unseres Volkes bedeutend heben“, veröffentlicht.
Der Genosse Wang Kuo-tschuon, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Volksrepublik China in unsere Republik, besuchte unsere Station. Er sprach im Dezember 1957 einen Gruß an alle Traktoristen und Genossenschaftsbauern aus.
Damals sprach er die Hoffnung aus, dass unsere MTS wie ein roter Stern leuchten möge.
Wir haben unseren Freund nicht enttäuscht. Über unserer Station leuchtet seit Anfang 1958 der „Rote Stern“, den wir auch weiterhin als beste Station des Bezirkes verteidigen. Fünfmal hintereinander erhielten wir die Wettbewerbsfahne. Wir haben Erfolg. Jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Den Botschafter kennen wir aber nicht nur als Besucher oder Gastgeber, sondern auch als guten Arbeiter.
Am 1. Oktober 1059 waren Kollegen unsere Station anlässlich des 9, Jahrestages der Volksrepublik China Gäste der chinesischen Botschaft, und am 25. Oktober half der Botschafter mit 50 Mitarbeitern die letzte Kartoffeln in der LPG Blumberg zu bergen.
Es war eine schnelllebige, erfolgreiche Zeit. In unserer Sonderausgabe zum Tag der Erntebereitschaft konnten wir schreiben:
„Am 1. Januar 1958 wurden im MTS – Bereich 59,6 Prozent der LNF (Landwirtschaftliche Nutzfläche) sozialistisch bewirtschaftet. Im April waren es 63,2 Prozent, am 18. Juni 66,9 Prozent und drei Tage später 75,8 Prozent.“
Heute bewirtschaften unsere Genossenschaftsbauern 88,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.
Wo bleibt der Elan des Vorjahres?
Im Januar 1959 begannen wir mit der Vorbereitung zu den Geburtstagsfeierlichkeiten unserer Republik.
In der Vorbereitung zur VI. LPG – Konferenz schrieben wir:
„Rückstände aufholen“ und erreichten, dass sich unsere Genossenschaftsbauern Gedanken um die Produktionsleistung machten.
„56.000,- DM Einnahmen konnte die LPG Blumberg durch die gute Arbeit des Geflügelzüchters R. erzielen“ und
„55 Frühkalbungen zog die Genossenschaftsbäuerin B. aus Werneuchen auf“, schrieben wir in unserer Januarausgabe.
Unsere Traktoristen gingen zahlreiche Verpflichtungen ein, um den Geburtstagstisch reich zu decken. In der Traktorenbrigade Willmersdorf kämpfen die Kollegen um den Titel „Brigade der sozialistischen Arbeit“. Sie stellten sich die Aufgabe, je hm 2,- DM einzusparen und durch gute Pflegearbeit den Maisertrag um 160 dz je Hektar zu steigern.
Die Maisernte hat es bestätigt. Die Kollegen hielten ihr Versprechen.
Die FDJ (Freie Deutsche Jugend) „legt gute Taten auf den Tisch der Republik“.
Der nachstehende Text wurde anlässlich des 10. Jahrestages der DDR in der Dorfzeitung „Neues Leben“ der MTS (Maschinen- und Traktorenstation) Mao Tse- Tung Werneuchen im Oktober 1959 veröffentlicht. Überarbeitung durch Burkhard Horn
10 Jahre besteht unsere Republik. Kein Alter, aber doch eine Zeit voll reicher Erfahrungen, eine Zeit des großen Aufbaus. 1945 erzählte der damalige Einzelbauer W. Z. aus Krummensee, dass er sein Land aus den Händen der Arbeiter erhielt. Er begann 1946 mit einer Kuh und hatte neun Jahre später drei Milchkühe, eine tragende Färse, zwei Kälber, zwei Schafe und 15 Schweine.
Heute ist W. Z. Genossenschaftsbauer und war während des Komplexeinsatzes einer der besten Vertreter der LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft).
Im Oktober desselben Jahres konnten wir berichten, dass H. P. seine Mähdruschleistung mit 115 Prozent erfüllte.
Jeder wird sich gewiss erinnern, dass im vergangenen Jahr das 300-t-Handelsschiff, welches mit Unterstützung der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ gebaut wurde, vom Stapel lief. Wer erinnert sich noch daran, mit welchem Elan die Jungen Pioniere ihren Auftrag erfüllten? Die Pioniere der Werneuchener Schule sammelten damals fünf Zentner Schrott, große Mengen Papier, lieferten Knochen und Lumpen ab und spendeten das Geld für ihr Handelsschiff.
Das konnten wir 1955 in unserer Dorfzeitung berichten. Man soll auch heute daran denken.
„Unsere LPG im Jahre 1960“ überschrieb der Kollege M. N. von der LPG „Zukunft“ in Schönfeld einen, im Juni 1956 veröffentlichten Artikel. Er schilderte, wie seine Genossenschaft in vier Jahren aussehen soll und erklärte, dass dann 400 Rinder und 1000 Schweine im Stall sein werden. Heute hat die Genossenschaft 510 Rinder und 1001 Schwein.
Wer jetzt noch an einer Perspektive zweifelt, sollte in unseren Genossenschaftsbauern die besten Lehrer sehen.
Wir schrieben im Oktober 1956, dass nach der Aufhebung der Rationierung künftig mehr Fleisch und Butter gegessen und für die Mehrproduktion auch weiterhin höhere Preise gezahlt werden.
Dann kam der „fliegende Traktor“ L 60 nach Schönfeld. Er flog in 5 m Höhe mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometer über die Felder der LPG Schönfeld und düngte in 8 Minuten eine Fläche von 1,5 ha.
Am 23. Juni 1957 wurden die Kandidaten für die Gemeindevertretung gewählt. Die Kollegen der Station überboten ihren Halbjahresplan zu Ehren dieser Wahl um 500 ha und wir schrieben: „dass damit ein neuer Aufschwung in unserer Republik erzielt wird“.
In der Zwischenzeit tagte der V. Parteitag der SED und jeder kennt unsere große Zukunft. Wir behielten Recht.
Wenige Wochen später besuchte der vietnamesische Staatspräsident Ho Chi Minh unsere Station und die LPG Tempelfelde. Er unterhielt sich mit uns, und wir konnten seine Worte:
„In Vietnam tragen die Bäuerinnen noch keine Perlonstrümpfe, aber sie sind tapfer und fleißig und werden in wenigen Jahren den Wohlstand unseres Volkes bedeutend heben“, veröffentlicht.
Der Genosse Wang Kuo-tschuon, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Volksrepublik China in unsere Republik, besuchte unsere Station. Er sprach im Dezember 1957 einen Gruß an alle Traktoristen und Genossenschaftsbauern aus.
Damals sprach er die Hoffnung aus, dass unsere MTS wie ein roter Stern leuchten möge.
Wir haben unseren Freund nicht enttäuscht. Über unserer Station leuchtet seit Anfang 1958 der „Rote Stern“, den wir auch weiterhin als beste Station des Bezirkes verteidigen. Fünfmal hintereinander erhielten wir die Wettbewerbsfahne. Wir haben Erfolg. Jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Den Botschafter kennen wir aber nicht nur als Besucher oder Gastgeber, sondern auch als guten Arbeiter.
Am 1. Oktober 1059 waren Kollegen unsere Station anlässlich des 9, Jahrestages der Volksrepublik China Gäste der chinesischen Botschaft, und am 25. Oktober half der Botschafter mit 50 Mitarbeitern die letzte Kartoffeln in der LPG Blumberg zu bergen.
Es war eine schnelllebige, erfolgreiche Zeit. In unserer Sonderausgabe zum Tag der Erntebereitschaft konnten wir schreiben:
„Am 1. Januar 1958 wurden im MTS – Bereich 59,6 Prozent der LNF (Landwirtschaftliche Nutzfläche) sozialistisch bewirtschaftet. Im April waren es 63,2 Prozent, am 18. Juni 66,9 Prozent und drei Tage später 75,8 Prozent.“
Heute bewirtschaften unsere Genossenschaftsbauern 88,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.
Wo bleibt der Elan des Vorjahres?
Im Januar 1959 begannen wir mit der Vorbereitung zu den Geburtstagsfeierlichkeiten unserer Republik.
In der Vorbereitung zur VI. LPG – Konferenz schrieben wir:
„Rückstände aufholen“ und erreichten, dass sich unsere Genossenschaftsbauern Gedanken um die Produktionsleistung machten.
„56.000,- DM Einnahmen konnte die LPG Blumberg durch die gute Arbeit des Geflügelzüchters R. erzielen“ und
„55 Frühkalbungen zog die Genossenschaftsbäuerin B. aus Werneuchen auf“, schrieben wir in unserer Januarausgabe.
Unsere Traktoristen gingen zahlreiche Verpflichtungen ein, um den Geburtstagstisch reich zu decken. In der Traktorenbrigade Willmersdorf kämpfen die Kollegen um den Titel „Brigade der sozialistischen Arbeit“. Sie stellten sich die Aufgabe, je hm 2,- DM einzusparen und durch gute Pflegearbeit den Maisertrag um 160 dz je Hektar zu steigern.
Die Maisernte hat es bestätigt. Die Kollegen hielten ihr Versprechen.
Die FDJ (Freie Deutsche Jugend) „legt gute Taten auf den Tisch der Republik“.



