Werneuchen
1 Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Branndenburg, Spreeland, Nymphenburger in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München 1994
2 Claudia Elßner, Christa Stiller
3 Chronik für die 700-Jahrfeier der Stadt Werneuchen, dargestellt von Pfarrer Dr. Bethke
4 Werneuchen - Weesow - Willmersdorf - Wegendorf - Wesendahl Heimatkundliche Mittteilungen, Rudolf Schmidt, 1925 Freienwalde
5 Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Spreeland, nymphenburger in der F.A.Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München 1994
6 Schmidt von Werneuchen, Einfalt und Natur, Buchverlag der Morgen 1981
- Konzept „Wochenende und Naherholung im Oberbarnim“/ Gesellschaft für Wirtschafts- und Organisationsberatung/Wirtschaftsförderung mbH
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Im Jahre 1861 schreibt Theodor Fontane:
„Inmitten des Barnim, halben Wegs zwischen Berlin und Eberswalde, liegt das Städtchen Werneuchen. Ich sage Städtchen, um dem Lokalpatriotismus seiner Bewohner nicht zu nahe zu treten, die das Beiwort >Stadt< für ironische Übertreibung und die Bezeichnung >Flecken< als Mangel an Respekt ansehen möchten.... Werneuchen gehörte wie Zossen, Trebbin, Baruth u.a.m. zu jenen bevorzugten Örtern, die sich ohne besondere Verdienste, in jener kurzen Epoche, die zwischen dem Sandweg und dem Schienenweg lag und die man das Chaussee-Interregnum nennen könnte, zu einer gewissen Reputation emporarbeiteten. Und vielleicht wurde dies Grund und Ursach, daß man, als das eherne Zeitalter der Eisenbahnen wirklich anbrach, den Ruin Werneuchens für gekommen hielt und vor seiner Zukunft (denn die Bahn nahm eine andere Richtung) erzitterte. Man hatte sich daran gewöhnt, Werneuchen und Passagierstuben für identisch anzusehen; nun beseitigte man diese mit einem Federstrich und die Frage trat an jedes Herz: >was bleibt noch übrig? was wird?< Aber die Dinge kamen anders. als man gedacht hatte; ... In der Tat, Werneuchen gewährt den Anblick eines sauberen und an Wohlhabenheit immer wachsenden Städtchens. ...“
So der Poet über längst vergangene Tage. Der nüchterne naturwissenschaftlich interessierte Charakter formuliert so:
„Werneuchen liegt im Südwesten des Kreises Barnim an der B158. In den 5 Wohngebieten Stadtmitte, Rudolfshöhe, Amselhain, Stienitzaue und Werneuchen-Ost, die eine Gesamtfläche von rund 20 qkm umfassen, leben heute etwa 3200 Einwohner.
Die Landschaft ist durch Formen geprägt, die in der Eiszeit (Beginn vor ca. 1 Millionen Jahren, Ende vor ca. 15000
Jahren) entstanden. Das Eis, das aus Nordeuropa zu uns vordrang, bedeckte dreimal unser Gebiet und hinterließ eine
Hügellandschaft (Endmoränengebiet) im Süden unseres Kreises. Die Schmelzwasser spülten feines Material, wie Sand, Lehm und Ton aus und lagerten es ab. In der Nähe Werneuchens finden wir davon große Sandflächen, die sich mit flachwelligen Grundmoränen abwechseln.
Kleinere Seen (z.B. Haussee in Seefeld) und Flachgebiete (z.B. das Weesower Luch) sind eine Hinterlassenschaft dieser Zeit. Bodenschätze von Bedeutung sind in unserer Umgebung nicht bekannt. Es gibt geringe Ablagerungen von Kies und Wasserkies.“2
Der Chronist jedoch sieht die Welt wieder mit ganz anderen Augen. In der Chronik von Pfarrer Dr. Bethke anläßlich der 700 Jahrfeier der Stadt Werneuchen im Jahre 1947, heißt es unter anderem:
„Unsere Stadt ist wendischen Ursprungs, darauf weist der hufeisenförmige Kern der Anlage hin, ebenso der Name, der in der ältesten Urkunde Warnow, auch Warnowe lautet. ...
Am 29. April 1247 kommt der Name zum ersten Male in zwei gleichzeitigen Urkunden vor, und zwar durch die Unterschrift eines „Johann von Warnow“. Vormals bestand also bereits Werneuchen. Wir haben auch anderen Grund, jetzt mit 700 Jahren zu rechnen: um 1240 ging der ganze Barnim durch Kauf in Besitz der Brandenburgischen Markgrafen über, und nun machten sich deutsche Siedler hier ansässig, das ursprünglich wendische Werneuchen wurde dadurch eine deutsche Stadt.“3
In der Zeit des 30-jährigen Krieges hatte die Bevölkerung sehr unter den plündernden Soldaten zu leiden. So brannte der Ort 1637 bis auf 2 Gärtnerwohnungen völlig ab. 1652 waren erst 11 Hausstellen neu entstanden. Allmählich gesundete Werneuchen jedoch wieder.
„Nach dem Privileg von 1646 bestand der Rat aus zwei Bürgermeistern und „sechs Männern““4
Die Bürgermeister erhielten ab 1795 ein Jahresgehalt, davor hatten sie nur einige Akzidenten (Nebeneinnahmen) und Freiheiten. Zu dieser Zeit wurde in Werneuchen auch die „Wröh“ abgehalten.
Fontane schrieb in dem bereits erwähnten Buch über die märkische „Wröh“:
„ Die Gerichtsbarkeit der „Wröh“ war eine durchaus enge geworden und bschränkte sich auf, in wöchentlichen oder monatlichen Sitzungen den Schadensersatz festzustellen, den das Vieh des einen Bürgers oder Bauern den Feldern oder sonstigen Besitztum des anderen zugefügt hatte.“5
Bereits 1247 hatte Werneuchen eine Kirche, die 1637 ein Raub der Flammen und 1651 neu errichtet wurde. 1737/38 entstand das Pfarrhaus (hinter dem 1929 das jetzige Pfarrhaus entstand), 1847 gab es zwei Klassen der Volksschule, die sowohl 1850 als auch 1853 jeweils um eine, somit auf insgesamt vier Klassen erweitert wurde. Heute besuchen 15 Klassen die Grundschule und 12 Klassen die Gesamtschule. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Werneuchen bedingt durch den Bau der Chaussee von Berlin nach Freienwalde (heute B 158).
Ein Zeitgenosse dieses Abschnittes der Entwicklung Werneuchens war der Dichterpfarrer Friedrich Wilhelm August Schmidt (1764-1838). Er schätzte das Landleben und die märkischen Naturschönheiten und brachte das auch in seinen Gedichten zum Ausdruck.
„Schmidt von Werneuchen ist der wahre Charakter der Natürlichkeit. Jedermann hat sich über ihn lustig gemacht, und das mit Recht; und doch hätte man sich über ihn nicht lustig machen können, wenn er nicht als Poet wirkliches Verdienst hätte, das wir an ihm zu ehren haben.“6
Am 1. Mai 1898 wurden die Eisenbahnstrecke Berlin - Werneuchen eingeweiht und 1906 ein Elektrizitätswerk in Betrieb genommen. In der Zeit von 1910 bis 1930 entstanden die Siedlungen Rudolfshöhe (Neu Messina), Amselhain, Stienitzaue und Werneuchen-Ost. 1937 nahm das Wasserwerk seine Arbeit auf und 1938 wurde das Filmtheater „Ala“ (später „Libelle“ - heute eine Verkaufseinrichtung) eröffnet.
Nach dem 2. Weltkrieg heißt es auch für die Werneuchener anzupacken, um dem Leben in der Stadt Inhalt und neue Zuversicht zu geben. So entwickelten sich infolge des Neuanfangs in Werneuchen viele Produktionsstätten und Einrichtungen. Noch im Jahre 1945 entstand der erste Kindergarten. Im Schloß wurden nach 1945 eine Zentralschule und eine Erweiterte Oberschule eingerichtet. Darüber hinaus gab es zunächst eine MAS (Maschinenausleihstation); später Kreisbetrieb für Landtechnik. 1955 kam es zur Gründung des Saat- und Pflanzgutbetriebes (heute „Märka“). Etwa um 1958 entstand ein Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb und 1972 wurde aus der ehemaligen Fassbaender KG Annenhöhe das VEG (Volkseigenes Gut) Obstbau, das sowohl Obst als auch Säfte produzierte. Heute befindet sich hier ein Fruchtzubereitungsbetrieb. Viele Betriebe, welche zur Zeit der Existenz zweier deutscher Staaten vorhanden waren, sind nach der Wiedervereinigung verschwunden. Aber es gründeten sich neue Firmen. Genannt seien hier insbesondere Berger Bau, Zuegg-Frucht AG und Rethman als einige der ersten. Darüber hinaus entstand ein etwa 10 ha großer Gewerbepark am Köpenicker Weg. Das Gelände des in den dreißiger Jahren gebauten Militärflugplatzes, das 1945 bis 1993 von der Sowjetarmee besetzt war, bietet Werneuchen für eine wirtschaftliche Entwicklung und als Wohnstandort gute Perspektiven. Heute fliegen hier nur noch Sport- und Geschäftsflugzeuge.
Die letzte große Veränderung erfuhr die Stadt mit den Kommunalwahlen vom 26.10.2003 in Umsetzung der Gemeindereform. Alle zum bis dahin bestandenen Amt Werneuchen gehörenden Gemeinden wurde in die Stadt Werneuchen eingegliedert und bilden nun deren Ortsteile.
Damit Werneuchen auch künftig in der Tat den Anblick eines sauberen und an Wohlstand immer wachsenden Städtchens erhält, sind jedoch noch viele Probleme zu lösen.
2 Claudia Elßner, Christa Stiller
3 Chronik für die 700-Jahrfeier der Stadt Werneuchen, dargestellt von Pfarrer Dr. Bethke
4 Werneuchen - Weesow - Willmersdorf - Wegendorf - Wesendahl Heimatkundliche Mittteilungen, Rudolf Schmidt, 1925 Freienwalde
5 Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Spreeland, nymphenburger in der F.A.Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München 1994
6 Schmidt von Werneuchen, Einfalt und Natur, Buchverlag der Morgen 1981
- Konzept „Wochenende und Naherholung im Oberbarnim“/ Gesellschaft für Wirtschafts- und Organisationsberatung/Wirtschaftsförderung mbH
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Im Jahre 1861 schreibt Theodor Fontane:
„Inmitten des Barnim, halben Wegs zwischen Berlin und Eberswalde, liegt das Städtchen Werneuchen. Ich sage Städtchen, um dem Lokalpatriotismus seiner Bewohner nicht zu nahe zu treten, die das Beiwort >Stadt< für ironische Übertreibung und die Bezeichnung >Flecken< als Mangel an Respekt ansehen möchten.... Werneuchen gehörte wie Zossen, Trebbin, Baruth u.a.m. zu jenen bevorzugten Örtern, die sich ohne besondere Verdienste, in jener kurzen Epoche, die zwischen dem Sandweg und dem Schienenweg lag und die man das Chaussee-Interregnum nennen könnte, zu einer gewissen Reputation emporarbeiteten. Und vielleicht wurde dies Grund und Ursach, daß man, als das eherne Zeitalter der Eisenbahnen wirklich anbrach, den Ruin Werneuchens für gekommen hielt und vor seiner Zukunft (denn die Bahn nahm eine andere Richtung) erzitterte. Man hatte sich daran gewöhnt, Werneuchen und Passagierstuben für identisch anzusehen; nun beseitigte man diese mit einem Federstrich und die Frage trat an jedes Herz: >was bleibt noch übrig? was wird?< Aber die Dinge kamen anders. als man gedacht hatte; ... In der Tat, Werneuchen gewährt den Anblick eines sauberen und an Wohlhabenheit immer wachsenden Städtchens. ...“
So der Poet über längst vergangene Tage. Der nüchterne naturwissenschaftlich interessierte Charakter formuliert so:
„Werneuchen liegt im Südwesten des Kreises Barnim an der B158. In den 5 Wohngebieten Stadtmitte, Rudolfshöhe, Amselhain, Stienitzaue und Werneuchen-Ost, die eine Gesamtfläche von rund 20 qkm umfassen, leben heute etwa 3200 Einwohner.
Die Landschaft ist durch Formen geprägt, die in der Eiszeit (Beginn vor ca. 1 Millionen Jahren, Ende vor ca. 15000
Jahren) entstanden. Das Eis, das aus Nordeuropa zu uns vordrang, bedeckte dreimal unser Gebiet und hinterließ eine
Hügellandschaft (Endmoränengebiet) im Süden unseres Kreises. Die Schmelzwasser spülten feines Material, wie Sand, Lehm und Ton aus und lagerten es ab. In der Nähe Werneuchens finden wir davon große Sandflächen, die sich mit flachwelligen Grundmoränen abwechseln.
Kleinere Seen (z.B. Haussee in Seefeld) und Flachgebiete (z.B. das Weesower Luch) sind eine Hinterlassenschaft dieser Zeit. Bodenschätze von Bedeutung sind in unserer Umgebung nicht bekannt. Es gibt geringe Ablagerungen von Kies und Wasserkies.“2
Der Chronist jedoch sieht die Welt wieder mit ganz anderen Augen. In der Chronik von Pfarrer Dr. Bethke anläßlich der 700 Jahrfeier der Stadt Werneuchen im Jahre 1947, heißt es unter anderem:
„Unsere Stadt ist wendischen Ursprungs, darauf weist der hufeisenförmige Kern der Anlage hin, ebenso der Name, der in der ältesten Urkunde Warnow, auch Warnowe lautet. ...
Am 29. April 1247 kommt der Name zum ersten Male in zwei gleichzeitigen Urkunden vor, und zwar durch die Unterschrift eines „Johann von Warnow“. Vormals bestand also bereits Werneuchen. Wir haben auch anderen Grund, jetzt mit 700 Jahren zu rechnen: um 1240 ging der ganze Barnim durch Kauf in Besitz der Brandenburgischen Markgrafen über, und nun machten sich deutsche Siedler hier ansässig, das ursprünglich wendische Werneuchen wurde dadurch eine deutsche Stadt.“3
In der Zeit des 30-jährigen Krieges hatte die Bevölkerung sehr unter den plündernden Soldaten zu leiden. So brannte der Ort 1637 bis auf 2 Gärtnerwohnungen völlig ab. 1652 waren erst 11 Hausstellen neu entstanden. Allmählich gesundete Werneuchen jedoch wieder.
„Nach dem Privileg von 1646 bestand der Rat aus zwei Bürgermeistern und „sechs Männern““4
Die Bürgermeister erhielten ab 1795 ein Jahresgehalt, davor hatten sie nur einige Akzidenten (Nebeneinnahmen) und Freiheiten. Zu dieser Zeit wurde in Werneuchen auch die „Wröh“ abgehalten.
Fontane schrieb in dem bereits erwähnten Buch über die märkische „Wröh“:
„ Die Gerichtsbarkeit der „Wröh“ war eine durchaus enge geworden und bschränkte sich auf, in wöchentlichen oder monatlichen Sitzungen den Schadensersatz festzustellen, den das Vieh des einen Bürgers oder Bauern den Feldern oder sonstigen Besitztum des anderen zugefügt hatte.“5
Bereits 1247 hatte Werneuchen eine Kirche, die 1637 ein Raub der Flammen und 1651 neu errichtet wurde. 1737/38 entstand das Pfarrhaus (hinter dem 1929 das jetzige Pfarrhaus entstand), 1847 gab es zwei Klassen der Volksschule, die sowohl 1850 als auch 1853 jeweils um eine, somit auf insgesamt vier Klassen erweitert wurde. Heute besuchen 15 Klassen die Grundschule und 12 Klassen die Gesamtschule. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Werneuchen bedingt durch den Bau der Chaussee von Berlin nach Freienwalde (heute B 158).
Ein Zeitgenosse dieses Abschnittes der Entwicklung Werneuchens war der Dichterpfarrer Friedrich Wilhelm August Schmidt (1764-1838). Er schätzte das Landleben und die märkischen Naturschönheiten und brachte das auch in seinen Gedichten zum Ausdruck.
„Schmidt von Werneuchen ist der wahre Charakter der Natürlichkeit. Jedermann hat sich über ihn lustig gemacht, und das mit Recht; und doch hätte man sich über ihn nicht lustig machen können, wenn er nicht als Poet wirkliches Verdienst hätte, das wir an ihm zu ehren haben.“6
Am 1. Mai 1898 wurden die Eisenbahnstrecke Berlin - Werneuchen eingeweiht und 1906 ein Elektrizitätswerk in Betrieb genommen. In der Zeit von 1910 bis 1930 entstanden die Siedlungen Rudolfshöhe (Neu Messina), Amselhain, Stienitzaue und Werneuchen-Ost. 1937 nahm das Wasserwerk seine Arbeit auf und 1938 wurde das Filmtheater „Ala“ (später „Libelle“ - heute eine Verkaufseinrichtung) eröffnet.
Nach dem 2. Weltkrieg heißt es auch für die Werneuchener anzupacken, um dem Leben in der Stadt Inhalt und neue Zuversicht zu geben. So entwickelten sich infolge des Neuanfangs in Werneuchen viele Produktionsstätten und Einrichtungen. Noch im Jahre 1945 entstand der erste Kindergarten. Im Schloß wurden nach 1945 eine Zentralschule und eine Erweiterte Oberschule eingerichtet. Darüber hinaus gab es zunächst eine MAS (Maschinenausleihstation); später Kreisbetrieb für Landtechnik. 1955 kam es zur Gründung des Saat- und Pflanzgutbetriebes (heute „Märka“). Etwa um 1958 entstand ein Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetrieb und 1972 wurde aus der ehemaligen Fassbaender KG Annenhöhe das VEG (Volkseigenes Gut) Obstbau, das sowohl Obst als auch Säfte produzierte. Heute befindet sich hier ein Fruchtzubereitungsbetrieb. Viele Betriebe, welche zur Zeit der Existenz zweier deutscher Staaten vorhanden waren, sind nach der Wiedervereinigung verschwunden. Aber es gründeten sich neue Firmen. Genannt seien hier insbesondere Berger Bau, Zuegg-Frucht AG und Rethman als einige der ersten. Darüber hinaus entstand ein etwa 10 ha großer Gewerbepark am Köpenicker Weg. Das Gelände des in den dreißiger Jahren gebauten Militärflugplatzes, das 1945 bis 1993 von der Sowjetarmee besetzt war, bietet Werneuchen für eine wirtschaftliche Entwicklung und als Wohnstandort gute Perspektiven. Heute fliegen hier nur noch Sport- und Geschäftsflugzeuge.
Die letzte große Veränderung erfuhr die Stadt mit den Kommunalwahlen vom 26.10.2003 in Umsetzung der Gemeindereform. Alle zum bis dahin bestandenen Amt Werneuchen gehörenden Gemeinden wurde in die Stadt Werneuchen eingegliedert und bilden nun deren Ortsteile.
Damit Werneuchen auch künftig in der Tat den Anblick eines sauberen und an Wohlstand immer wachsenden Städtchens erhält, sind jedoch noch viele Probleme zu lösen.



