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[08.09.2012 12:00 Uhr]Wasserbombenschießen mit der Schützengilde Löhme 1992 e. V.


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Ustronie Morskie

Wappen der Partnerstadt Ustronie Morskie in Polen


Seit 1996 besteht zischen der Gemeinde Hirschfelde und dem Regionalpark „Barnimer Feldmark“ sowie seit 1998 auch mit der Gemeinde Willmersdorf (heute beides Ortsteile der Stadt Werneuchen) und der Gemeinde Ustronie Morskie eine Partnerschaft.


Lage:

Die Gemeinde Ustronie Morskie befindet sich etwa 10 km östlich von Kolobbrzeg. an der Ostsee, genau in der Mitte der polnischen Küste. Die Gemeinde ist verkehrsgünstig an das Straßen- und Eisenbahnnetz angebunden. Sie gehört zu eine der kleinsten Gemeinden in der Westpommerschen Wojewodschaft.


Allgemeines:

Ustronie Morskie besteht aus 6 Dörfern mit insgesamt 3.600 Einwohnern. Die Gemeinde ist von touristischem – landwirtschaftlichem Charakter. Die Wirtschaft basiert auf Tourismus, Landwirtschaft und Fischverarbeitungsindustrie. Auf dem letztgenannten Gebiet belegt sie den ersten Platz in Polen, deshalb wird Ustronie Morskie auch als „Fischkonglomerat“ bezeichnet. Über 120 verschieden Fischprodukte werden hier hergestellt.

Nicht ohne Bedeutung ist die Tatsache, dass das Trinkwasser aus Tiefbrunnen kommt und das Abwasser in eine Kläranlage, die den europäischen Normen entspricht, abgeführt werden.


Tourismus:

Gut ausgeschilderte Wander-, Radwege und Naturlehrpfade führen zu reizvollen Plätzen. Die Attraktion ist der 10 km lange Strand. Den Urlaubern werden sauber Strände, sauberes Wasser und eine an Meeresaerosolen reiche Luft geboten. Bademeister und ein medizinischer Dienst vermitteln den Erholung suchenden die nötige Sicherheit. Für die Übernachtung stehen 100 Erholungsheime, Ferienhäuser, Pensionen, Gästezimmer, agrartouristische Bauerhöfe und Campingplätze bereits. Das Gemeindegebiet ist ein idealer Ausgangspunkt für nähre und fernere Ausflüge der Küste entlang, aber auch nach Deutschland, Dänemark und Schweden.

Begeisterte Angler können Fische in der Ostsee oder Lachs in den in die Ostsee mündenden Flüssen Parseta und Czerwona fangen. Die Natur, die ein großer Schatz der Gemeinde ist, blieb trotz zunehmender Bevölkerung fast unberührt. Der Storch, der seit Ewigkeiten das Symbol des neuen Lebens ist, ist heute der lebendige Beweis für die ökologische Sauberkeit der Region.

Im Kolberger Wald kann man den Reichtum der Natur entdecken. Hier gibt es zahlreiche Moorlagerstätten, über denen Dünste schweben. Hier wächst die älteste Eiche in Polen „Boleslaw“ und ihre nicht viel jüngeres Schwester „Warcislaw“.

Ein interessantes Angebot für Familien oder für größere Touristengruppen sind die Ferien auf dem Bauernhof. Die Ausstattung der Bauerhöfe ist ähnlich der Ausstattung der Erholungsheime, aber auch Zelten ist hier möglich. Agrotouristik ist Urlaub, während dessen man ständig Kontakt mit der Natur hat. Weitere Informationen könne über die Internetseite www.ustronie-morskie.pl oder die Gemeindeverwaltung Ustronie Morskie [Tel (0)94 – 35 15 535] und E-Mail:ustronie-mor@post.pl eingeholt werden.

Neben dem Badeurlaub und der Agrotouristik halten Sportplätze, Tennisplätze, Sporthalle und Sportschießstand auch für den sportlichen Typ eine breite Palette der Betätigung bereit.


Gesundheit:

Viele Erholungsheime sind für Behinderte zugänglich und bieten Rehabilitationsaufenthalte an. Erwähnenswert ist auch, dass der Küstenstreifen der Gemeinde in der Landschaftsschutzzone liegt, und das ein großer Teil ihres Gebietes einen Bestandteil der Kurortschutzzone bildet.


Geschichte:

Kurze Geschichte des Badeortes Henkenhagen (heute Ustronie Morskie) bis 1945 von Jerzy Patan.

Das 19. Jahrhundert eröffnete für die in Deutschland am Meer gelegenen Ortschaften günstige Gelegenheit für wirtschaftliche Veränderungen. Sie wurden auch durch neue Entdeckungen auf dem Gebiet der Medizin und Bäderheilkunde getragen. Damals wurde allgemein anerkannt, dass eine Gewähr für die Verbesserung des Gesundheitszustandes und des Selbstbewusstseins u. a. Bäder in Meerwasser, Sol- und Moorbäder wie auch Bewegung und Ruhe an sonnigen Stränden sind.

In einem an der Ostsee gelegenen Streifen entstanden die später berühmt gewordenen Kurorte Kolberg, Misdroy, und Swinemünde (Kolobbrzeg., Miedzyzdroje und Swinoujscie). Diese Gelegenheit nutzten aber auch kleinere, an der Ostsee gelegene Ortschaften. Aus früheren Fischer- und Bauerndörfer wurden jetzt Ortschaften für Erholung und Sommerfrische. Sie schauten auf die bereits bekannten Badeorte und passten sich schnell den an einen Kurort gestellten Anforderungen an. Es entstanden damals die ersten Pensionen und Hotelbetriebe, in den Häusern der Bauern und Fischern.

Dies alles geschah am Ende des 19. Jahrhunderts, als sich ein Fortschritt im Straßen- und Bahnverkehr sowie im Post-, Telefon- und Telegrafenwesen abzeichnete.

Henkenhagen wandelte sich langsam in einen Erholungsort um. Die Bedingungen für einen Gästeaufenthalt waren noch primitiv, die Anreisen beschwerlich, und an den Stränden fehlten jegliche überwachenden Badeeinrichtungen.

Eine schnelle Entwicklung erfolgte erst nach Inbetriebnahme der Bahnverbindung Köslin – Kolberg im Jahre 1899, die durch Henkenhagen führte. Jetzt konnte man bequem über Stettin von Berlin und anderen innerdeutschen Ortschaften ans Meer anreisen. Von dieser Zeit an stieg die Zahl der Besucher des entstehenden Kurortes. Im Jahre 1899 waren es 360 und bereits im Jahr 1905 fast 1200. Damals entstand auch die Kurverwaltung, die diese Entwicklung überwachte.

Das Jahr 1905 ging in die Geschichte als das Jahr der Gemeindegründung und –Zusammenlegung ein. Ein kaiserlicher Erlass und das Verlangen der Einwohner führten zu einem Zusammenschluss von drei beieinander liegenden Ansiedlungen zu einer Verwaltungseinheit. Damit wurde ein noch vor kurzer Zeit kleines Dorf vergrößert und zum Sitz der Gemeindeverwaltung gemacht.

In dieser Zeit wurden Villen als Pensionen gebaut, das Kurhaus mit Baderäumen erstellt und die Produktion von gefiltertem Meerwasser in Betrieb genommen. Es entstanden auch der Strandpalast, der Strandpark, der Seesteg mit der Anlegestelle für Ausflugsboote, sowie die Dünenpromenade. Auch ein überwachter Badestrand wurde geschaffen, die Wege und Straßen befestigt und das Ufer durch Schutzmaßnahmen an der Düne und dem Strand verstärkt.

Kurz vor dem 1. Weltkrieg erholten sich etwa 3.000 Gäste im Kurort. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Henkenhagen bereits in ganz Deutschland bekannt und wetteiferte um den Spitzenplatz in der Liste von an der Ostsee gelegenen Erholungs- und Kurorten. Im Jahr 1939 waren in den Meldeverzeichnissen 1681 ständige Einwohner eingetragen, die in mehr als 400 Haushalten lebten.

Im März 1945 besetzten sowjetische Soldaten den Kurort am Meer. Die deutsche Bevölkerung wurde ausgesiedelt und das heutige West – Pommern, in Übereinstimmung mit den Beschlüssen von Jalta, Polen zugestanden. Henkenhagen wurde Ustronie Morskie Nadmorskie und später Ustronie Morskie genannt.

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