Weihnachten ist vorüber und schweren Herzens trennt man sich vom mit Lichterglanz behangenen bunten Weihnachtsbaum. Nur alle Jahre wieder stellt sich die Frage, was tun und wohin damit. Der ausgediente Weihnachtsbaum ist doch viel zu schade zum Wegschmeißen oder Verbrennen. Wie wäre es denn mit einer neuen Kleiderstange oder einer dekorativen Futterstelle für Vögel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt aber mit den folgenden Vorschlägen können wir unserem geliebten Weihnachtsbaum ein neues Leben einhauchen.
Vorab möchten wir allerdings auf etwas hinweisen. Die meisten Weihnachtsbäume stammen aus eigens dafür angelegten Plantagen, auf denen in der Regel kräftig gespritzt und gedüngt wird. Wir möchten keinesfalls den Moralapostel spielen. Um jedoch Ihre Gesundheit nicht zu gefährden sind für alle folgenden Vorschläge ausschließlich ungespritzte, pestizidfreie Öko-Bäume zu verwenden. Das Angebot von Öko-Weihnachtsbäumen ist noch recht gering. Im folgenden Link finden bei "Robin Wood" eine bundesweite Liste von Anbietern Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen | ROBIN WOOD e.V.
Zoo, Wildpark und Tierhöfe
Unbelastete Öko-Weihnachtsbäume können als Spende an Tierhöfe oder Zoos abgegeben werden. Hier dienen sie noch als Futter oder Spielzeug für die Tiere. Es empfiehlt sich jedoch vorher nachzufragen, ob Bedarf besteht.
Frostschutz für kälteempfindliche Pflanzen
Äste von Öko-Weihnachtsbäumen lassen sich gut weiterverwerten als Frostschutz für junge Bäume, Rosen und Lavendel aber auch Topf- und Kübelpflanzen sowie im Spätherbst gepflanzte Stauden. Die isolierende Eigenschaft der Äste schützen vor Kälte am Wurzelbereich und Austrocknung des Bodens.
Rindenmulch und Rankhilfe
Wer die Möglichkeit hat kann seinen Öko-Weihnachtsbaum mit einem Häcksler zu Mulch verarbeiten, der ebenfalls als Frostschutz dient und das Wachstum von Beikräutern hemmt. Mulch aus Kiefernzweigen enthält viel Gerbsäure, welches Beikräutern daran hindert erst zu wurzeln.
Deko- und Bastelmaterial
- Zauberstäbe für die nächste Kinderparty
- Osterhasen basteln
- Haarnadel für Haarknoten
- Kleine Rührlöffel für Farbeimer
- Holzscheiben als Topfuntersetzer
- Aus kleineren Holzscheiben lassen sich Knöpfen herstellen
- Sitzstangen für Vögel (hierbei muss das Holz Harz frei sein)
- Holzquirl für die Küche
- Kleiderhaken
Badezusatz aus Tannennadeln
Etwa 150 g Nadeln mit einem halben Liter Wasser ca. 10 köcheln lassen. Die ätherischen Öle in dem gewonnen Sud wirken schleimlösend und muskelenspannend, wenn Sie ins warme Badewasser gegeben werden. Die zurückgebliebenen Nadeln kommen auf den Kompost oder in den Biomüll.
Badesalz lässt sich noch einfacher herstellen. Einfach 2-3 EL Tannen- oder Fichtennadeln mit dem Mörser zustoßen oder einem elektrischen Zerkleinerer zermahlen und mit 250 g grobem Meersalz mischen. Für ein Vollbad reichen 4-5 EL Badesalz. Am Besten hierfür ein Teeei oder anderes durchlässiges Gefäß verwenden, damit die Nadeln später den Abfluss nicht verstopfen.
Duftsäckchen mit Tannennadeln
Für ein Duftsäckchen werden die Nadeln wieder im Mörser leicht zerdrückt. Die Säckchen können nun für einen schönen Raumduft in der Stube sorgen oder für einen angenehmen Duft im Kleiderschrank sorgen.
Hinweis: Die im Beitrag gegebenen Informationen sind nicht als Gesundheitsberatung zu verstehen. Besprechen Sie eine Anwendung der Tipps mit gesundheitlichem Bezug daher bitte mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Quelle:
Waschbär Magazin Weihnachtsbaum weiterverwenden: DIYs & Ideen | Waschbär-Magazin
NABU Weihnachtsbäume aus Ökoanbau oder heimischen Wäldern kaufen