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Klimaschutz der Stadt Werneuchen
Einstiegsberatung Kommunaler Klimaschutz
November 2016
Die Stadtverordneten haben nun nach einigem Für und Wider sich dem Thema Klimaschutz mehrheitlich angenommen. In der Stadtverordnetenversammlung am 10.11.2016 wurde das Klimaschutzleitbild und die Klimaschutzziele sowie der Maßnahmenplan beschlossen.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Klimaschutzleitbild der Stadt Werneuchen (19 KB)
Klimaschutzziele der Stadt Werneuchen (13 KB)
Maßnahmenkatalog der Stadt Werneuchen (46 KB)
Abschlussdokumentation Kommunaler Klimaschutz der Stadt Werneuchen (1,62 MB)
März 2016
Im Rahmen der Einstiegsberatung Kommunaler Klimaschutz fand am 16. Februar der zweite Workshop mit VertreterInnen der Stadtverordnetenversammlung, der Stadtverwaltung und dem Beratungsbüro RegioFutur statt. Schwerpunkthema war die Ermittlung der Klimaschutz-Potentiale und die Erarbeitung von Strategien zur Nutzung dieser Potentiale.
CO2- und Kosteneinsparmöglichkeiten gibt es zum Einen in der Stadtverwaltung Werneuchen selbst. Über ein verbessertes Energiemanagement können etwa 15% Einsparung erwartet werden. Zum Anderen bestehen in den Bereichen private Haushalte, Gewerbebetriebe, Mobilität und Erneuerbare Energien noch große Potentiale zur Treibhausgasreduktion und der Erhöhung der lokalen Wertschöpfung. Ein Beispiel ist das Potential zur stadtweiten Reduzierung des Stromverbrauchs um 15% bis 2025. Dies würde eine jährlich Einsparung von ca. 2.700 Tonnen CO2 und ca. 1,2 Millionen Euro bedeuten.
Zur Umsetzung der Potentiale strebt die Stadtverwaltung eine umfassendere Analyse ihrer Gebäude und ein verbessertes Energiemanagement an. Auch Haushalte und Gewerbebetriebe können über spezielle Beratungen spürbare CO2- und Kostenreduktionen erreichen. Unterstützung dafür bieten u.a. die Verbraucherzentrale und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Neben dem Energiesparen liegen relevante Potentiale in der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Wärme (z.B. über Biomasse oder Geothermie).
Die Erzeugung Erneuerbarer Energien ist im Stadtgebiet Werneuchen durch die Wind- und Photovoltaikparks bereits sehr präsent. Insbesondere bei der Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie ist Werneuchen in unserer Region Vorreiter. In der Solarbundesliga, einem Wettbewerb der bundesdeutschen Kommunen, belegt die Stadt in Brandenburg aktuell den ersten Platz. In anderen Bundesländern ist die Solarenergienutzung jedoch zum Teil deutlich stärker ausgeprägt. Im bundesweiten Vergleich liegt Werneuchen auf Platz 188 von gesamt 660 Kleinstädten.
Im weiteren Verlauf der Klimaschutz-Einstiegsberatung werden Ziele und ein Leitbild sowie eine Maßnahmenliste für Werneuchen erarbeitet.
Beratung der Verbraucherzentrale für private Haushalte:
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de
Tel.: 0800-809 802 400 (kostenfrei)
Beratung der KfW/BAFA für Gewerbebetriebe:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energieberatung_mittelstand/index.html
Tel.: 06196 908-1240
Dezember 2015
Erster Workshop zur Klimaschutz-Beratung fand im Rathaus statt.
Die Stadt Werneuchen nimmt seit September 2015 an einer vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzberatung teil. Das Projekt richtet sich in erster Linie an die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung und wird vom Kommunalberatungsbüro RegioFutur durchgeführt. Es wird untersucht, wie die Stadt zum Klimaschutz aufgestellt ist, welche weiteren Potentiale es gibt und was in den nächsten Jahren konkret getan werden kann. Schwerpunktthemen sind die kommunalen Gebäude, die Straßenbeleuchtung, mögliche Wärmenetze, optimierte Nutzung von Grünschnittresten sowie stärkere Öffentlichkeitsarbeit und Beratung der Bürger.
Was beim Klimagipfel in Paris zäh verhandelt wurde, ist teilweise bereits Werneuchener Alltag. Mit den beiden großen Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf dem ehemaligen Flugplatz und insgesamt 24 Windrädern im Stadtgebiet leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Diese Anlagen produzieren mehr als dreimal soviel Strom wie in Werneuchen und den Ortsteilen selbst verbraucht wird. Bemerkenswert sind aber auch die kleineren Schritte. Die Stadt verpachtet Teile ihrer Dachflächen und der alten Deponie für weitere Photovoltaiknutzung. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf kostensparende LED-Leuchtmittel wird konsequent verfolgt. Und für das nächste Jahr ist der Start eines Schulprojektes zum Klimaschutz geplant.
Wenngleich durch die Erneuerbaren-Energie-Anlagen viel Treibhausgas vermieden wird, steht dem der CO2-Ausstoß aus dem Endenergieverbrauch der Werneuchener Haushalte und Unternehmen entgegen. Die relativ hohen Emissionen von ca. 8,3 Tonnen CO2 je Einwohner begründen sich vor allem mit dem hohen Anteil produzierender Unternehmen im Stadtgebiet. Hauptverursacher der Emissionen ist aber der Verkehr (einschließlich bundesweiter Fahrten), gefolgt von den Wärmeenergieträgern Gas und Heizöl sowie dem Stromverbrauch.
Oktober 2015
Beim Anlauftermin ist deutlich geworden, dass Werneuchen bereits vergleichsweise gut aufgestellt ist:
- bei Neubau von Straßenbeleuchtung Einsatz von LED-Technik
- Liegenschaftsverbräuche liegen teilweise bereits monatlich vor
- Unterstützung von Investitionen in Erneuerbare Energien (z. B. Pacht von Dachflächen)
- Kooperation mit dem Landkreis/der Barnimer Energiegesellschaft
- Bezug von Ökostrom in den kommunalen Einrichtungen
Potentiale liegen nach erster Einschätzung u.a. in der stärkeren Steuerung der Liegenschaftsverbräuche, der Optimierung der Betriebsabläufe, einer stärkeren Fördermittelnutzung, einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit, einer umfassenderen Beratung der BürgerInnen, der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Wärme (derzeit 0 %) sowie der Unterstützung von effizienten Nahwärmenetzen, ggf. in Kombination mit örtlich erzeugtem Biogas.
September 2015
Die Stadt Werneuchen nimmt derzeit an einem Fördermittelprojekt „Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz“ teil.
Bisher hat die Stadt keine umfassenden Untersuchungen von Erzeugungs- und Verbrauchsdaten, der Potentiale sowie Empfehlungen für die strukturelle Verankerung von Klimaschutzmaßnahmen in die Abläufe der Stadt und der Stadtverwaltung. Mit der Einstiegsberatung soll der Grundstein dafür gelegt werden.
Ziele sind die Analyse der Ausgangssituation, das Aufzeigen von Potentialen zur CO2- und Kosteneinsparung sowie die Erarbeitung von Maßnahmen, die mit den örtlichen Kapazitäten realistisch umgesetzt werden können.
Für die Betreuung der Maßnahme konnte Herr Rohrbacher der Firma RegioFutur Consult aus Potsdam gewonnen werden. Das Projekt läuft seit dem 1. September 2015 und ist für ein Jahr geplant.
Weitere Informationen zum Fördermittelprogramm finden Sie unter:
www.klimaschutz.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
Energiesparmodell in den Kindertagesstätten und Schulen der Stadt Werneuchen
27.09.2019
Bürgermeister Burkhard Horn hatte eingeladen und über 70 Kinder und Jugendliche kamen zum Finale des dreijährigen Projekts "Werneuchen spart Energie". Das Projekt ist nun zu Ende, die Kitas und Schulen werden künftig jedoch weiter von ihren Einsparungen oder Klimaschutzaktivitäten profitieren.
Energiebericht_Finale_2019 (1,24 MB)
Weitere Informationen zum Energiesparprojekt finden Sie auf:
http://www.werneuchen-spart-energie.de
Dezember 2018
Das Amtsblatt der Stadt Werneuchen informierte am 21.12.2018 über die „Energie“-Aktivitäten in den Schulen und Kitas. Viele Messgeräte, wie Kohlendioxid-Messer und Experimentierkästen wurden mit Hilfe von Fördermitteln angeschafft. Diese nutzen sogar die Vorschulkinder um festzustellen, wann der CO²-Gehalt so hoch ist, dass gelüftet werden muss.
November 2018
Die Stadtverordneten wurden am 15.11.2018 über das 2. Jahr des Energiesparmodells informiert. In fünf Einrichtungen konnten aufgrund von Einsparungen nach dem Fifty/fifty-Prinzip 524 € ausgezahlt werden.
Juni 2018
Am 23.06.2018 kamen 17 Erzieherinnen zu einer Fortbildung „Kita mit Energie“ zusammen. Einen halben Samstag entstanden eine Menge praktischer Ideen, wie die Kitas etwas zur Energiewende in Werneuchen beitragen können.
September 2017
In der Stadtverordnetenversammlung vom 21.09.2017 informierten Grundschüler die Abgeordneten über das Energieprojekt. Je einen Scheck über 200 € konnte die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Astrid Fährmann den Schülern der Grundschule im Rosenpark sowie dem Hort als Anerkennung für ihr Engagement überreichen
Energiebericht_17_09 (2,07 MB)
Mai 2017
Das Amtsblatt der Stadt Werneuchen berichtete am 19.5.2017 über den aktuellen Stand der Energiesparprojekten in den Werneuchener Schulen.
November 2016
Am 29.11.2016 fand die Auftaktveranstaltung des Energiesparprojektes statt. Mit der Unterzeichnung des Klimavertrages wurde der offizielle Startschuss gegeben.
Bürgermeister Burkhard Horn, die Leitungen der Schulen und Kitas und Abgeordnete der Kinder verpflichteten sich, alles in ihren Kräften stehende zu tun, um die Energie- und Klimabilanz ihrer Stadt zu verbessern.
September 2016
Die Stadt Werneuchen nimmt derzeit an einem Fördermittelprojekt „Einführung von Energiesparmodellen in den Kindertagesstätten und Schulen der Stadt Werneuchen“ teil. Das Förderkennzeichen lautet: 03K02774. Das Projekt begann am 01. September 2016 und läuft über 3 Jahre.
Zur Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele ist es besonders wichtig, die heranwachsende Generation für das Thema zu sensibilisieren. Das kann bereits in den Kitas erfolgen und in den Schulen fortgeführt werden. Die Kinder, Schülerinnen und Schüler haben hier eine Multiplikatorenfunktion, durch die sie über die Kita und Schulprojekte hinaus auf die privaten Haushalte ausstrahlen. Über die Kitas und Schulen besteht die Möglichkeit, in den Häusern ein gesteigertes Bewusstsein über den Nutzen von Energieeinsparungen zu verankern.
Pädagogische und technische Unterstützung erhalten wir von der stratum GmbH.
Herr Häusler als Geschäftsführer zeigt, wie der Energiebedarf in den Einrichtungen zusammen mit allen Beteiligten wie Schüler, Kitakinder, Lehrer, Erzieher und Mitarbeitern verringert werden kann.
Zu den Aufgaben des externen Beratungsunternehmens gehören u.a. Ortsbegehungen, Aktionstage mit den Kindern sowie Pädagogen, Durchführung von Projekten, Öffentlichkeitsarbeit, Energieberichte.
Auf Grundlage eines Beteiligungsprämiensystems erhalten die großen Einrichtungen, wie
- Grundschule im Rosenpark
- Europaschule
- Kita „Sonnenschein“
einen Teil der eingesparten Energiekosten zur freien Verfügung. Diese werden nach dem Fifty/Fifty-Prinzip verteilt. Das heißt, dass jeweils die Hälfte der eingesparten Energiekosten dem Stadthaushalt und die andere Hälfte der jeweiligen Einrichtung zukommt.
In den kleineren Einrichtungen, wie
- Kita „Tiefenseer Landmäuse“ Tiefensee
- Kita „Zwergenland“ Löhme
- Kita „Schneckenhaus“ Schönfeld
- Hort der Grundschule im Rosenpark
soll ein Aktivitätsprämiensystem eingeführt werden. Dieses funktioniert ohne Heranziehung der tatsächlichen Einsparhöhe. Hier wird die Projektaktivität in der Kita bzw. Hort honoriert. Mit Hilfe eines Fragebogens werden Maßnahmen bzw. Aktionen in Form einer Punktevergabe festgehalten. Am Ende des Jahres werden die Punkte in eine Prämienzahlung umgerechnet.
Das Vorhaben wird bis zu 65 % durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.
Weitere Informationen zum Fördermittelprogramm finden Sie unter:
www.klimaschutz.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
NKSI
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen in investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes im Gebiet der Stadt Werneuchen
Der Landkreis Barnim hat sich mit seiner Energiestrategie „Die Zukunft ist ERNEUER:BAR“ sehr hohe Klimaschutzziele gesteckt. Dazu zählt auch die Entwicklung einer klimafreundlichen Mobilität.
Auch die Stadt Werneuchen möchte ihren Beitrag dazu leisten und hat in diesem Jahr mit Hilfe von Fördermittel 4 Ladestationen für E-Bikes aufgestellt.
Nun können Besitzer von E-Bikes entspannt Touren durch Werneuchen planen, sie kommen auch wieder mit genügend Power nach Hause.
Die Ladestationen befinden sich:
- auf dem Marktplatz am Rathaus der Stadt Werneuchen, Am Markt 5, 16356 Werneuchen
- auf dem Parkplatz in der Nähe der Gaststätte „Zur Fischerhütte“, Seestraße, 16356 Werneuchen, OT Seefeld
- neben dem Parkplatz in der Nähe der Gaststätte „Krummensee“, Dorfstraße 16, 16356 Werneuchen, OT Krummensee
- neben dem Gehweg in der Nähe der Gaststätte „Spitzkrug“, Adolf-Reichwein-Straße 1, 16356 Werneuchen, OT Tiefensee
- E-Bikes können je Ladestation gleichzeitig „betankt“ werden.
Möglich wurde dies mit einem Zuwendungsbescheid des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung vom 28.04.2017, AZ. 2093 1700 0003.
Weitere Informationen zum Fördermittelprogramm finden Sie unter:
www.eler.brandenburg.de
https://ec.europa.eu/agriculture/index_de
Fördermittelgeber
