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Tanklager Seefeld – Informationen für die Nachbarn und die Öffentlichkeit
Informationen für die Nachbarn und die Öffentlichkeit nach § 11 der Störfall-Verordnung
Der Betriebsbereich des Tanklagers Seefeld (PETS) unterliegt den Vorschriften der 12. BImSchV (Störfallverordnung).
Die PETS / Das Tanklager Seefeld wird durch das Landesamt für Umwelt
kontinuierlich überwacht.
Zur Umsetzung dieser Verordnung hat die PETS ein Sicherheitsmanagementsystem aufgebaut, welches in regelmäßigen Audits überprüft wird. Die Sicherheitskonzepte basieren auf systematischen sicherheitstechnischen Untersuchungen, die im Sicherheitsbericht für den Betriebsbereich dokumentiert sind. Mit zahlreichen Vorkehrungen bei Planung, Errichtung und Betrieb unserer Tank- und Verladeanlagen
haben wir umfangreiche Vorsorge gegen mögliche Störungen geschaffen.
Selbst für einen solchen Fall stehen uns konkrete Eingrenzungsmaßnahmen zur Verfügung. Es ist wegen der großen Abstände unserer Betriebsanlagen zur Wohnbebauung kaum mit Auswirkungen zu rechnen. Dennoch möchten wir Sie über Sicherheitsmaßnahmen und das richtige Verhalten bei Eintritt einer Störung informieren.
Bitte lesen Sie die Information sorgfältig durch und bewahren Sie insbesondere das Notfallblatt stets griffbereit auf. Wenn Sie an weiteren Einzelheiten interessiert sind, wenden Sie sich an uns:
Anschrift des Betriebsbereiches:
PETS GbR
Krummenseer Chaussee 23
16356 Werneuchen
Betriebsleiter: Telefon: 033398 – 75 200
Schichtführer: Telefon: 033398 – 75 231
Störfallbeauftragter: Telefon: 03332 – 46 58 50
Über das Tanklager
Die PETS betreibt ein Tanklager für Mineralölprodukte in Werneuchen, OT Seefeld.
Es werden Ottokraftstoffe, Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl umgeschlagen und durch Straßentankfahrzeuge zu den Verbrauchern in die Region gebracht. Die Tankanlagen, 14 Tanks mit einer Gesamtkapazität von 168.000 m³, werden rund um die Uhr überwacht und betreut. Die Mineralölprodukte werden über eine unterirdisch verlegte Pipeline aus der PCK Raffinerie Schwedt in das Tanklager Seefeld transportiert, in geschlossenen Anlagen zwischengelagert und zur Abholung über moderne Füllanlagen bereitgestellt. Die einzelnen Betriebseinheiten sind über oberirdisch verlegte Rohrleitungen miteinander verbunden.
Durch langjährige Erfahrung und systematische Vorsorge sind seit der Inbetriebnahme im Jahr 1967 keine Störfälle aufgetreten, durch die Menschen oder die Umwelt gefährdet wurden.
Um auch in Zukunft einen Störfall zu verhindern, haben wir wirksame Sicherheitseinrichtungen installiert und nehmen regelmäßige Überprüfungen u. a. durch Sachverständige des TÜV vor. Wirklichkeitsnahe Notfallübungen sind Bestandteil der Ausbildung der Mitarbeiter, um die Lagerung und den Transport der Mineralölprodukte sicher und umweltfreundlich durchzuführen.
Betriebsstörung
Trotz aller Maßnahmen kann es zu einer Störung des Betriebes kommen.
Wenn dabei keine Gefahr für Mitarbeiter und Nachbarn entsteht, handelt es sich um eine Betriebsstörung. Auch diese kann örtlich wahrnehmbare Erscheinungen verursachen, wie z. B. übermäßige Geräusche oder Gerüche nach Mineralölen.
Störfall
In außergewöhnlichen Fällen, nur wenn eine ernste Gefahr für Gesundheit und Leben von Menschen oder Schädigung der Umwelt besteht, ist von einem Störfall zu sprechen. Dies können Brände, Explosionen und/oder die Freisetzung gefährlicher Stoffe sein. Die Stoffe werden im Normalfall die Werksgrenzen nicht überschreiten. Ihre Ausbreitung hängt von der Art und Menge des Stoffes, seinen spezifischen Eigenschaften, der Art der Bebauung sowie Wetter und Windbedingungen ab.
Grundsätzlich gilt: Die Wirkungen sind umso geringer, je größer die Entfernung vom Ereignisort ist.
Maßnahmen
Zur Verhinderung von Betriebsstörungen und Störfällen sowie zur Begrenzung der Auswirkungen ist im Tanklager Seefeld ganzjährig rund um die Uhr ständig ausgebildetes Personal im Einsatz. Für Notfälle ist die Betriebsfeuerwehr mit den vorhandenen Einrichtungen in der Lage, Brandbekämpfungen aufzunehmen sowie wirksame Maßnahmen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers zu treffen.
Durch entsprechende Alarmierungsprogramme werden rasch zusätzliche
Einsatzkräfte der öffentlichen Feuerwehren zur weiteren Gefahrenabwehr
hinzugezogen.
Wir haben für das Tanklager Seefeld einen umfassenden Sicherheitsbericht erstellt, bei dem alle Gefahrenquellen analysiert wurden, um mögliche Betriebsstörungen, und deren Auswirkungen sowie gewisse Restrisiken abschätzen zu können. Dieser Bericht wird regelmäßig fortgeschrieben. Auf Grund dieser Untersuchungen und der Tatsache, dass alle Lager- und Umschlagsprozesse kontinuierlich und in geschlossenen Systemen verlaufen, gehen wir davon aus, dass die denkbaren Folgen einer Störung den Betriebsbereich des Tanklagers nicht überschreiten werden.
Für den Fall, dass sich eine Betriebsstörung zu einem Störfall entwickelt, hat die PETS einen Alarm- und Gefahrenabwehrplan erstellt, der mit den zuständigen Behörden abgestimmt ist und ständig aktualisiert wird.
Unter Verweis auf die externen Alarm- und Gefahrenabwehrpläne zur Bekämpfung der Auswirkungen von Störfällen fordern wir Sie auf, allen Anordnungen von Notfall- und Rettungsdiensten Folge zu leisten.
Wie Sie sich richtig verhalten
Bei einem Störfall werden die zuständigen Behörden von der Betriebsleitung PETS unverzüglich informiert.
Achten Sie auf Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr und Polizei. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit, verlassen Sie nicht unaufgefordert das Haus. Blockieren Sie nicht die Zufahrtsstraßen zum Tanklager mit Ihrem Fahrzeug. Gehen Sie nicht in die Nähe des Ereignisortes, Sie behindern möglicherweise die Einsatzkräfte. So gefährden Sie sich unter Umständen selbst.
Gefahrenmerkmale sind:
- intensiver Geruch nach Benzin oder Öl
- Rauchwolken
- Explosionen
Sicherer Aufenthalt
Der sicherste Aufenthaltsort während eines Störfalles, z. B. nach Ausbruch eines Großbrandes an einem Kraftstofftank, ist in einem Gebäude. Deshalb halten Sie sich nicht im Freien auf. Gehen Sie in ein Gebäude.
Suchen Sie bei ungewohnten und intensiven Gerüchen nach Benzin möglichst innen liegende Räume in oberen Stockwerken auf. Vermeiden Sie in solchen Fällen wegen möglicher Explosionsgefahr jedes offene Feuer (Rauchen!).
Fenster
Schließen Sie sofort Fenster und Türen möglichst dicht.
Klima- und Lüftungsanlagen
Schalten Sie Klima- und Lüftungsanlagen in Wohnungen und Kraftfahrzeugen ab.
Kinder
Rufen Sie die Kinder ins Haus, aber versuchen Sie nicht, Ihre Kinder aus
Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten abzuholen.
Nachbarn
Verständigen Sie Ihre unmittelbaren Nachbarn.
Helfen
Helfen Sie Kindern, älteren oder behinderten Personen und nehmen Sie Passanten vorübergehend in Ihrer Wohnung auf.
Lautsprecherdurchsagen
Achten Sie auf weitere Lautsprecherdurchsagen.
Weisungen der Einsatzkräfte
Folgen Sie unbedingt den Weisungen der Einsatzkräfte.
Telefon
Blockieren Sie nicht durch Rückfragen die Telefonverbindungen zur Feuerwehr, Polizei oder zum Rettungsdienst, es sei denn, eine besondere Situation wie Feuer oder Unfall macht einen Anruf dringend erforderlich.
Arzt
Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Notdienst auf.
Entwarnung
Achten Sie auf die Entwarnungsdurchsagen über Lautsprecherwagen der Polizei und Feuerwehr.
| PETS Tanklager Seefeld Informationen (117 kB) |
