Inhaltsbereich
Chronik zentraler Ereignisse
1247
unterzeichnet ein Pfarrer namens „Johann de Warnowe“ zwei Urkunden. Damit wird erstmals schriftlich die Existenz eines gleichnamigen Ortes bezeugt.
1335
beurkundet Bischof Ludwig von Brandenburg die Zugehörigkeit des Dorfes Sconenvelde – das heutige Schönfeld – zu dem Kloster Chorin. Das nur 33 Kilometer und damit ein bis zwei Tage zu Fuß entfernte Kloster des Zisterzienserordens ist damals ein Zentrum geistig-spirituellen Lebens im nordöstlichen Brandenburg.
1375
„gehört“ Werneuchen als Lehen dem Adelsgeschlecht von Sydow. Später wechseln sich weitere Lehnsherren und Unterlehensleute ab, die ihre Einnahmen aus der Arbeit der örtlichen Einwohner beziehen und zudem die Einnahmen und Ausgaben der Kirchen „managen“. 1572 geht „Bernowicken“ an die von Krummensees.
1375
vermerkt das Landbuch für Werneuchen zwei Bockwindmühlen. Im gesamten Hohen Barnim gibt es in dieser Zeit zehn Mühlen. Werneuchen ist somit ein bedeutender Standort der spätmittelalterlichen Getreideverarbeitung.
1637
ist Werneuchen völlig zerstört. Erst 1750, so ein Eintrag im Kirchenbuch, sind die dabei erlittenen Verluste an Menschen, Vieh und Gebäuden ausgeglichen. Das Kirchenbuch wird seit 1654 durchgehend bis heute geführt.
1865
hat die Stadt Werneuchen gemäß ihrer Statuten sechs Stadtverordnete und ein Magistrat, das aus vier Personen besteht.
In den Jahren 1874-1875
wird die heutige Stadtpfarrkirche St. Michael unter Einbeziehung des rechteckigen, spätromanischen Feldsteinchores erbaut.
Im Jahr 1947
feiert die Stadt ihr 700jähriges Jubiläum, wozu der evangelische Pfarrer Dr. Georg Betke ein „Theatergedicht“ verfasst. Es existieren zwei Fassungen: eine ohne den letzten Akt, das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit.
Kurz darauf wird der Gemeindeverband Werneuchen gebildet, bestehend aus Werneuchen, Seefeld, Löhme, Hirschfelde, Krummensee und Weesow.
1976
wird die neue Oberschule eröffnet, heute die Europa-Schule. Neue Wohnungen und Eigenheime werden gebaut.
1989
kommen Bürgerinnen und Bürger in der Werneuchener Kirche zu Protesten gegen den SED-Staat zusammen.
1992
wird im Zuge der territorialen Neugliederung des Beitrittsgebietes zur Bundesrepublik das Amt Werneuchen eingerichtet, bestehend aus der Stadt und acht Gemeinden – Hirschfelde, Krummensee, Löhme, Seefeld, Weesow, Willmersdorf, Schönfeld und Tiefensee. Das Amt wird 2003 aufgelöst, die bisherigen Amtsgemeinden als Ortsteile in die Stadt Werneuchen eingemeindet.
